Wie wird Eiswein hergestellt?

Wie wird Eiswein hergestellt?

Eiswein stellt der Winzer nur in kleinen Mengen her, nicht selten hört man bei manchen Sorten von einem „Jahrhundertwein“. Vielfach wird Eiswein aus Riesling Trauben hergestellt, die bis zum ersten Frost an der Rebe verbleiben. Manchmal kann dieser Zeitpunkt erst im Januar sein. Man erntet die Trauben gefroren und verarbeitet sie umgehend weiter. Die geringen Erntemengen und der arbeitsintensive Herstellungsprozess erklären den höheren Preis der Weinsorte, die von Genießern sehr geschätzt wird. Der Zuckergehalt gibt Auskunft über die Qualität des Eisweines. Er wird in Oechsle gemessen. Most aus gefrorenen Trauben kann durchaus 250 Grad Oechsle haben. Der Most kann nur unter extremen Druck herausgepresst werden.

Deutschland und Österreich schreiben den Winzern ein Mostgewicht vor, damit ihr Wein ein besonderes Prädikat erhalten kann. Eiswein darf in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz maschinell hergestellt werden, in allen anderen Bundesländern müssen die Trauben von Hand gelesen werden. Man erntet die Trauben am frühen Morgen, wenn die Temperaturen relativ niedrig sind. Tritt schon im November starke Frost auf, ist das für den Eiswein besser, denn im Januar sind die Trauben oft schon beschädigt. 90 % aller Trauben können nicht verwertet werden, da sie faulig sind. Eiswein hat eine besondere Säurenote, der durch das Gefrieren am Rebstock entsteht.

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