Was ist eine Cuvée?

Was ist eine Cuvée?

Ist das nicht gepanschter Wein? Wenn der Begriff panschen nicht negativ besetzt wäre, könnte man dem zustimmen.


Tatsächlich ist Cuvée aber etwas unglaublich komplexes, positives, was in fast jedem Wein Anwendung findet. Eine Cuvée ist zunächst einmal rein technisch betrachtet das vermischen zweier Weine. Das findet Anwendung in fast allen kleinen und großen Weinen aus Bordeaux - denn hier wird grundsätzlich mit mehreren Rebsorten gearbeitet. Namentlich sind das Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot - sowie noch einige weitere. Diese Sorten werden in aller Regel getrennt voneinander angebaut, getrennt geerntet und getrennt vergoren.

Erst dann kommt die Cuvée ins Spiel. Kellermeister und Team werden die Proben der drei fertigen Weine in unterschiedlichen Verhältnissen zueinander vermischen, verkosten und so das ideale Produkt für den jeweiligen Jahrgang entwickeln. So wird ein Spitzenbordeaux wie Mouton Rothschild assembliert, aber auch ein "Einsteigermodell" wie Château Marchaux. Weitere offensichtliche Anwendung findet das Prinzip beim Champagner. Hier werden nicht nur drei Rebsorten (Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay) verabeitet, hier werden auch mehrere Jahrgänge miteinander verschnitten, um über Jahre hinweg trotz jahrgangsbedingter Schwankungen gleichbleibende Qualität, Geschmacksbild und Stil zu gewährleisten - das ist hohe Kunst.

Wirklich subtil wird das Thema Cuvée beispielsweise bei der Feinabstimmung zum Beispiel eine leicht restsüßen Rieslings. Wenn die perfekte Harmonie aus Sicht des Winzers nicht von Natur aus gegeben ist, der Wein ein wenig zu weit durchgegoren ist, findet diese Feinabstimmung statt, indem dem Wein kleinste Mengen eines hochwertigen Süßen Rieslings aus der gleichen Lage hinzugefügt werden. Sie sehen Cuvée ist echte Handwerkskunst und alles andere als verwerflich.


Ein Expertentipp von www.lakaaf.de

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