Wie werden Brandys & Weinbrände hergestellt?

Wie werden Brandys & Weinbrände hergestellt?

Brandys und Weinbrände entstehen durch das Brennen - Destillieren - von Maische (dem vergorenen, alkoholhaltigen Saft) aus Weintrauben. Es kommt ein kontinuierliches Brennen zum Einsatz, bei dem der Alkohol aus der Maische fortwährend verdampft wird. Allein dadurch sowie durch den Ausgangsstoff Weintraube unterscheiden sich Weinbrand und Brandy von anderen Sorten und vor allem vom Whisky, der a) auf anderen Ausgangsstoffen basiert und b) im Patent-Still- oder Pot-Still-Verfahren (mehrstufiges und diskontinuierliches Brennen in speziellen Kupferkesseln) hergestellt wird. Weinbrand ist nicht mit dem deutschen Begriff "Branntwein" zu verwechseln, der aus steuerrechtlichen Gründen die meisten Spirituosen subsumiert.

Herstellungsverfahren bei Weinbrand und Brandy

Wenn Weintrauben vergären, entwickeln sie Alkohol durch eine enzymatische Aufspaltung von Glucose, dabei bildet sich die sogenannte Maische mit rund vier bis vierzehn Volumenprozent Alkohol. Diese Maische wird beim Brennen von Weinbrand und Brandy kontinuierlich verdampft und ausdestilliert, der Alkoholgehalt erhöht sich bis zur gewünschten Prozentzahl, gleichzeitig entwickeln sich die gewünschten Aromen. Das EU-Recht schreibt vor, dass echter Weinbrand nur aus der Maische von Weintrauben gebrannt werden darf. Es wird zunächst ein Weindestillat zwischen 52 bis 86 Prozent Alkoholanteilen hergestellt und dann auf den üblichen Weinbrandgehalt zwischen 36 bis 43 Prozent gemischt. Damit sich Brandy und Weinbrand so nennen dürfen, müssen sie zudem in Eichenholzfässern über nicht weniger als sechs Monate gereift sein, bei Fässern über 1.000 Liter sogar mindestens über ein Jahr.

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