Wie werden Perlweine hergestellt?

Wie werden Perlweine hergestellt?

Perlwein ist Wein mit Kohlensäure, die entweder aus der Mostgärung stammt oder speziell (exogen) zugesetzt wurde. Die Art der Herstellung kann für die Qualität und Unterscheidung von Perlwein sehr maßgebend sein. Sein Alkoholgehalt liegt zwischen sieben bis elf Prozent, ein weiteres Kriterium ist der Kohlensäuredruck, der bei 20° C gemessen wird. Sollte dieser zwischen 1,00 bis 2,5 bar liegen, handelt es sich um echten Perlwein, bei noch höherem Druck um Schaumwein. Die Unterscheidung zu Sekt hängt mit der Art des Kelterungsverfahrens, den verwendeten Trauben (bei Perlwein auch aus minderer Qualität) und der Region ab, aus welcher der Perlwein stammt. Dieser kann preiswert produziert werden und war daher in den 1950er bis zu den beginnenden 1970er Jahren sehr populär, dann eroberten hochwertigere Sekte und Champagner den Markt. Seit den 1990er Jahren produzieren die Italiener wieder viel Perlwein und exportieren ihn auch nach Deutschland, wo er eine preiswerte Partyalternative zu Sekt darstellt.

Herstellungsverfahren von Perlwein

Es gibt grundsätzlich die Möglichkeit, den Most für die Weingärung in Drucktanks gären zu lassen, in denen sich durch Überdruck Kohlensäure bildet. Diese lässt dann Perlwein entstehen, wobei die Kohlensäure durchaus zunächst aus dem Tank abgeführt und später wieder zugesetzt wird. Das andere Verfahren ist der Zusatz von Kohlensäure durch ein sogenanntes Imprägnierverfahren, sie wird also in den Mosttank eingeführt. Geschmacklich lässt sich das kaum unterscheiden, das zweite Verfahren ist etwas günstiger. Es macht allerdings einen weinrechtlichen Unterschied, ob dem Perlwein extra Kohlensäure zugesetzt wurde. Auch das Anbaugebiet und die Auslese der Trauben bewirken Qualitätsunterschiede bei Perlwein, denn es kann neben dem sehr günstigen Tafelwein auch Qualitätswein verwendet werden.

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