Wie wird Cidre hergestellt?

Wie wird Cidre hergestellt?

Historie

Die Menschen verwenden den Saft des Apfels bereits seit etwa 400 vor Christi Geburt, um köstlichen und heilsamen Apfelwein herzustellen. Es gibt vielfältige Herkunftsbezeichnungen, beispielsweise Side (ein Ort in der heutigen Türkei) oder die Side, die Tochter des Taurus. In Frankreich nennt man das Getränk Cidre, in Großbritannien Sider und in Spanien Sidra.


Das Herstellungsverfahren

Zur Herstellung von Cidre eignen sich Sorten mit einem hohen Anteil an Tannin am Besten. Kleine, saure oder runzlige Früchte geben ein besonders gutes Aroma. Die Früchte werden gewaschen und faules Obst aussortiert. Das gewaschene Obst wird in einer Mühle zerkleinert, um beim Pressen eine hohe Saftmenge zu erzielen. Der Saft wird im Anschluss in luftdichte Fässer aus Eichenholz, Kunststoff oder Stahl umgefüllt, dort vergärt der Zucker durch Hefe zu Alkohol und Kohlensäure. Die natürlichen Hefen reichen für die Vergärung vollkommen aus, doch meist werden Hefen zugegeben, da so der Gärungsprozess besser steuerbar ist. Die Prozedur wird bei Temperaturen zwischen 4 °C und 15 °C durchgeführt, das beeinflusst die Gärungsdauer und das Aroma des Apfelweins.

Der Cidre kann nach etwa einem bis drei Monaten getrunken werden und ist auch bis zu vier Jahren im Fass lagerfähig. In Frankreich gibt es auch eine Gärung in Sektflaschen. Ist der Wein fertig, hat er meist einen Alkoholgehalt von etwa 8 % und schmeckt häufig trocken.

In der Industrie werden große Tanks zur Gärung eingesetzt, welche gekühlt werden. Die Hefen und Trübstoffe setzen sich bei der Gärung ab, deshalb wird der Wein mit einem Schlauch von diesen Stoffen getrennt. Meist kommt auch nach einiger Gärzeit eine Pasteurisation zum Einsatz, dadurch werden die Hefen abgetötet und die Gärung abgebrochen. Der Cidre ist dadurch haltbarer.

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