Können Kaffeepads giftig sein?

Können Kaffeepads giftig sein?

Die These, dass Kaffeepads unter Umständen Gifte - nämlich Aluminiumrückstände - ausspülen können, schwirrte im Jahr 2010 verschiedentlich durch das Internet, wurde aber nicht bewiesen. Eindeutig widerlegt wurde sie allerdings auch nicht. Ein Fazit vorweg: Bei geschwächtem Immunsystem und viel Amalgam im Mund sollte möglicherweise nicht zu viel Kaffee aus der Nespresso-Maschine getrunken werden. Ärztliche Beobachtungen an Kaffeetrinkern: Eingehende Befragungen von Herstellern, Ärzten, der Stiftung Warentest und wissenschaftlichen Instituten ergeben ein differenziertes, größtenteils aber entwarnendes Bild. Ärzte wollen verschiedentlich festgestellt haben, dass starke Kaffeepad-Konsumenten zu vermehrter Müdigkeit, hormonellen Veränderungen und Hauterkrankungen tendieren. Zurückgeführt wurde diese auf mögliche Aluminium-Ausschwemmungen aus den Pads, die wiederum durch den Hochdruck bei der Zubereitung entstehen (können). Das Aluminium allein muss jedoch noch nicht schädlich sein, es verstärke jedoch die Toxizität vom im Amalgam enthaltenen Quecksilber. Betroffen wären demnach Patienten, die mindestens zwei Bedingungen erfüllen: Sie genießen Kaffee aus der Nespresso-Maschine und haben Amalgamfüllungen im Mund. Zusätzlich könnte ihr Immunsystem geschwächt sein. Selbst die Gefahr von Alzheimer könnte dadurch steigen, wie amerikanische Studien aus dem Jahr 2010 belegt haben sollen. Stellungnahmen zum "Gift in Kaffeepads": Das Dortmunder Institut für Umweltforschung kann keine Stellung zur Thematik abgeben, da es entsprechende Studien nicht kenne, hält aber eine geringfügig höhere Aluminium-Belastung durch Kaffeepads für denkbar. Andere Wissenschaftler halten das Problem für multifunktional und komplex, vergleichbar mit den Gefahren durch sämtliche Umweltgifte, denen wir ausgesetzt sind. Die Kaffeepad-Industrie verweist ebenfalls auf die schlechte Informationslage, beruft sich aber in ihrer natürlichen Abwehr der Problematik (Tchibo) auf das BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung), das in einer Studie die Aufnahme von Aluminium aus Kaffeepads eindeutig verneint. Die Studie stammt aus dem Jahr 2007. Die Stiftung Warentest untersuchte die Pads ebenfalls auf Gesundheitsgefahren, konnte diese nicht feststellen und folgt im Übrigen der wissenschaftlichen Argumentation des BfR.

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