Wann und wo wurde Tee erfunden?

Wann und wo wurde Tee erfunden?

Als Tee wird ein heißes Getränk bezeichnet, welches aus den Blättern von Teepflanzen aufgegossen wird. Es können aber auch andere Pflanzenteile wie beispielsweise die Stängel, Blüten oder Knospen verwendet werden. Ursprünglich stammt der Tee aus China und wurde dort schon vor vielen tausend Jahren angepflanzt, somit kann die Erfindung des Tees dem alten China zugesprochen werden. Im Jahre 1823 kam es im indischen Assam zu einer Entdeckung von wilden Teepflanzen. Für lange Zeit konnten sie allerdings keiner Pflanzengattung zugeordnet werden und wurden somit nicht als Tee erkannt. Ab dem Jahre 1834 wurde damit begonnen, diese neu entdeckte Pflanze zu kultivieren und mit anderen Gattungen zu kreuzen. Bald kam es auch zum Anbau des Tees in anderen Regionen, in deren Klima die Pflanze gedeihen konnte. Ein Teestrauch kann aus Samen oder Setzlingen wachsen, mittlerweile ist das die übliche Vorgehensweise. Dafür werden die jungen Pflanzen in einem sogenannten Aufzuchtbeutel, welcher mit Muttererde gefüllt ist, herangezogen. Über einen Zeitraum von neun Monaten erhalten die Pflanzen eine sorgfältige Pflege. In ein Hektar Land können etwa 13000 Setzlinge gepflanzt werden. Die Teepflanze benötigt dann einen Zeitraum zwischen drei und sechs Jahren für das Wachstum. Erst danach kann das erste Mal geerntet werden. Aus einem Hektar können rund 1500 Kilogramm Tee gewonnen werden. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts dann wurde der Tee nach Europa eingeführt. Die Niederländische Ostindien Kompanie brachte zum ersten Mal über eine Schiffsreise den Tee in die Niederlande. Die Niederländer verfügten zu der damaligen Zeit über ein Monopol in Europa für den Asienhandel. Ein direkter Weg nach China stand nicht zur Verfügung, und so wurde der Tee über Java eingeführt. Etwa ab dem Jahre 1637 betrieben die seefahrenden Niederländer einen regen Handel über das heutige Jakarta und hatten immer mehrere Teekisten an Bord. In den darauffolgenden Jahren kam der Tee dann schließlich das erste Mal nach England, und im Jahre 1669 erlangten die Briten das Monopol für den Handel mit China. Leider litt die Qualität des Tees unter den damals recht langen Schiffsreisen, die durchaus mehrere Monate andauerten. Begründet war dies durch die schlechte Lagerung in den feuchten und schmutzigen Laderäumen. Schnell verbreitete sich der Tee dann über ganz Europa bis hin nach Russland, wo er erstmals als Geschenk für den Zaren eingeführt wurde. Hier kam der Tee über Land ins russische Reich, indem im Jahre 1618 die gesamte Mongolei durchquert wurde. Dieser Tee erhielt den Beinamen Karawanentee. 

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