Kann man Babynahrung einfrieren?

Kann man Babynahrung einfrieren?

Babynahrung kann grundsätzlich eingefroren werden, wenn die Eltern hierbei und beim späteren Auftauen richtig vorgehen. Nicht alles eignet sich zum Einfrieren, von Kartoffelbrei etwa wird abgeraten, da er nach dem Auftauen süßlich schmeckt und seine Konsistenz verändert. Das Einfrieren bringt Vorteile mit sich, denn die kleinen Portionen, die ein Baby ab dem Ende seines ersten Lebensjahres zu sich nimmt, sind so klein praktisch kaum herzustellen, vor allem wenn die Mutti selbst kocht. Selbst die Gläschen der Fertignahrung schafft ein Baby nicht immer. Deren Einfrieren ist allerdings ein Thema für sich.

Babynahrung einfrieren: Achtung Hygiene

Grundsätzlich bilden sich auf allen Lebensmitteln Keime auch durch die Umgebungsluft, am meisten aber durch den Kontakt mit Menschen. Das bedeutet: Babynahrung, in welcher schon mit dem (zum Essen verwendeten) Löffel herumgerührt wurde, sollte verzehrt oder in den Biomüll gegeben werden. Das Einfrieren eignet sich für die fertig zubereitete, mit menschlichem Speichel noch nicht in Kontakt gekommene Nahrung. Es gibt darüber hinaus - der Hinweis sei gestattet - Lebensmitteltechniker und Ärzte, die vom Einfrieren grundsätzlich und generell abraten, weil Keime nicht zu vermeiden sind, doch das ist ein etwas puristischer Standpunkt. Er belegt aber, wie wichtig die Hygiene beim Einfrieren ist. Darüber hinaus ist der Temperaturverlauf beim Einfrieren und Auftauen maßgebend für die Verderblichkeit aller Lebensmittel. Verbraucher sollten wissen, dass diejenigen Esswaren, die sie im Supermarkt aus der Kühltruhe holen, zuvor schockgefroren wurden und danach niemals über 0° C warm werden durften. Sobald der Auftauvorgang einsetzt, sollen die Lebensmittel verzehrt werden. Das bedeutet, Babynahrung sollte nach der Zubereitung und dem ersten leichten Abkühlen alsbald in diejenigen kleinen Portionen aufgeteilt werden, die das Baby später recht sicher aufessen wird. Diese kleinen Portionen - es eignen sich kleine Tupperdosen oder Folie - sind luftdicht zu verschließen und ins Tiefkühlfach bei -18° C (wenn möglich) einzulegen. Damit können Eltern einen Vorrat von Babykost anlegen. Wenn Gläschen eingefroren werden, darf aus ihnen nicht zuvor gegessen worden sein. Sollte die Mutti also wissen, dass ihr Kind das ganze Gläschen nicht schafft, sollte sie die Portion teilen, eine Hälfte füttern und die andere einfrieren

Auftauen der eingefrorenen Nahrung

Beim Auftauen ist umgekehrt wie beim Einfrieren vorzugehen: nämlich zügig und auf heiß. Danach kann die Babynahrung wieder auf die essbare Temperatur abkühlen. Die Keime - falls vorhanden - werden beim Erhitzen weitestgehend eliminiert. Keimfreie Nahrung gibt es ohnehin nicht, jedoch vermehren sich die Keime am besten bei 30° bis 60° C, durch diese Temperaturphase muss also jedes Essen zügig durch, und zwar beim Einfrieren wie beim Auftauen. Es ist zwar noch kein Baby gestorben, weil Eingefrorenes allmählich aufgetaut wurde, aber sicher ist sicher. Die Mikrowelle eignet sich recht gut zum zügigen Auftauen/Erhitzen, wärmt aber zunächst von den Rändern durch, sodass gerührt werden muss. Mehrmaliges Auftauen und wieder Einfrieren sollte definitiv unterbleiben, die Gefahr von Keimen ist zu hoch.

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